Mittlerweile sind schon sechs Monate vergangen, seit Dies et Nox entstanden ist. In dieser Zeit gab es viele Höhen und Tiefen. Ich stand oft vor Herausforderungen, mit denen ich nicht gerechnet hatte.
Da waren zum einen die technischen Herausforderungen, wenn mal wieder etwas bei den Beiträgen nicht funktioniert hat, weil WordPress wieder rumzickte. Aber auch andere technische Fragen kamen auf: Warum wurde mein Beitrag jetzt nicht wie gewünscht veröffentlicht? Oder warum funktioniert das mit den SEO-Keywords nicht so, wie ich es mir vorgestellt hatte?
Das waren alles komplett neue Herausforderungen für mich und ich kann sagen: Mehr als einmal habe ich an mir gezweifelt. Soll ich weitermachen oder doch aufhören? Und jedes Mal hat meine innere Antwort gelautet: Nein, du machst weiter, denn dieses Projekt ist mir wichtig.
Und was soll ich sagen? Jetzt sitze ich gerade vor meinem PC und schreibe diesen Beitrag. Es hat sich gelohnt, nicht aufzugeben und weiterzumachen. Mittlerweile muss ich tatsächlich gestehen, dass sich meine Einstellung verändert hat. Denn heute kann ich aus voller Überzeugung sagen: „Ich bin Dies et Nox und Dies et Nox bin ich.“ Und ich bin stolz auf das, was ich hier geschaffen habe.
Wenn ich meinen Kopf nach rechts drehe und dort mein Dies et Nox Visionboard sehe, erfüllt mich das mit ganz viel Stolz. Denn ich kann sagen: Ich habe das allein geschaffen. Und auch wenn ich mir meine älteren und neueren Beiträge anschaue, kann ich ganz deutlich sehen und lesen, wie sich Dies et Nox verändert hat.
Wenn ich sehe, was in diesen sechs Monaten alles entstanden ist, kann ich manchmal selbst kaum glauben, dass ich das geschafft habe. Ich habe mir ein Visionboard erstellt und auf meinem PC sind nach und nach immer mehr Ordner entstanden, in denen all die verschiedenen Ideen und Gedanken zu Dies et Nox ihren Platz gefunden haben.
Auch der Blog selbst hat sich weiterentwickelt. Aus der ursprünglichen Kategorie „Geschichten“ ist mit „Gedanken nach der Lektüre“ eine eigene Kategorie entstanden. Und mittlerweile gibt es sogar feste Schlusssätze für die einzelnen Bereiche – kleine Dinge, die Dies et Nox immer mehr zu dem machen, was es heute ist.
Auch meine Bilder haben sich in diesen sechs Monaten verändert. Ich habe gelernt, wie ich ein eigenes Wasserzeichen erstelle, aber vor allem hat sich mein Blick beim Fotografieren verändert. Mittlerweile versuche ich mit meinen Bildern das einzufangen, was ich in diesem Moment selbst wahrnehme.
Denn mit Dies et Nox möchte ich Menschen in meine kleine Welt einladen. Ich möchte, dass sie beim Lesen die Ruhe und Geborgenheit spüren, die ich mit diesen Momenten verbinde. Dass die Bilder dabei helfen, sich in einen Beitrag hineinzuversetzen – fast so, als wäre man selbst ein kleines Stück dabei gewesen.
Aus Dies et Nox ist mittlerweile sogar der Gedanke entstanden, ein eigenes Buch zu schreiben. Ob das funktioniert und ob es irgendwann wirklich veröffentlicht wird, steht noch in den Sternen. Aber allein, dass aus einem kleinen Gedanken inzwischen ein richtiges Buchprojekt geworden ist, zeigt mir, wie sehr sich in diesen sechs Monaten auch mein Vertrauen in mich selbst verändert hat.
Ich traue mir heute Dinge zu, von denen ich am Anfang wahrscheinlich noch gesagt hätte: Das kann ich doch gar nicht. Das Schreiben gehört definitiv dazu. Ich hätte niemals gedacht, dass es mir einmal so viel Spaß machen würde. Und manchmal finde ich es selbst unglaublich, was sich in nur sechs Monaten alles entwickelt und ergeben hat.
Nicht nur das Schreiben selbst macht mir mittlerweile richtig Spaß. Auch die Überlegungen und Recherchen für die einzelnen Beiträge fordern mich heraus und ich merke, wie gerne ich mich damit beschäftige. Gleichzeitig fällt mir die Entscheidung immer leichter, welche Themen wirklich einen Platz auf Dies et Nox finden sollen – und welche vielleicht einfach nicht hierhergehören.
Das habe ich besonders bei den Büchern gemerkt, die ich lese. Nicht jedes Buch gehört automatisch auf meinen Blog, nur weil ich es gelesen habe. Auch das musste ich erst lernen: auszuwählen und darauf zu vertrauen, dass nicht alles einen Platz auf Dies et Nox braucht.
Und gleichzeitig merke ich, wie an einer ganz anderen Stelle die Grenzen immer mehr verschwimmen: zwischen Dies et Nox und mir selbst. Je länger ich daran arbeite, desto schwieriger wird es für mich zu sagen, wo meine Persönlichkeit aufhört und Dies et Nox beginnt.
Wenn ich Dies et Nox heute betrachte und sehe, wie es sich entwickelt hat, stelle ich immer mehr fest, dass es zu meiner eigenen Stimme geworden ist. Hier kann ich ausdrücken, was mich bewegt, und versuchen, anderen Menschen meine kleine Welt ein Stück näherzubringen. Vielleicht kann ich sie damit für einen Moment zum Bleiben einladen.
Gleichzeitig ist Dies et Nox für mich selbst zu einem Ruheort geworden. Zu einem Ort, der mich immer wieder erdet und entschleunigt – und an dem ich einfach ich selbst sein kann.
Und ich freue mich darauf zu sehen, wie sich Dies et Nox weiterentwickelt und wohin dieser Weg noch führen wird. Denn so gerne ich auch plane, manchmal darf man die Dinge einfach auf sich zukommen lassen und neugierig darauf sein, was daraus entsteht.
Vielleicht liegt genau darin das Schöne: Heute muss ich noch gar nicht wissen, wo Dies et Nox in weiteren sechs Monaten stehen wird. Ich möchte einfach weitergehen und mich überraschen lassen.
Wo Worte zu Licht werden.
🌙 Dies et Nox