🧵 Federmäppchen – klein, praktisch und genau nach meinen Vorstellungen

Heute habe ich mich seit Langem mal wieder an meine Nähmaschine gesetzt. Denn ich bin ganz ehrlich: Bei mir muss zum Nähen auch die richtige Stimmung da sein. Wenn ich mich unter Druck an ein Projekt setze, endet das meistens eher in einer kleinen Katastrophe als in einem schönen Ergebnis.

Diesmal sollte es deshalb etwas Kleines und Überschaubares werden: ein neues Federmäppchen.

🧵 Die Idee

Stifte habe ich mehr als genug – und mein vorhandenes Federmäppchen reicht inzwischen einfach nicht mehr aus. Also war ziemlich schnell klar, dass noch ein zweites her muss.

Gekaufte Federmäppchen gefallen mir meistens nicht besonders, und da ich mir schon einmal selbst eines genäht hatte, lag die Lösung eigentlich auf der Hand: Ich nähe mir einfach wieder selbst eins.

Als Grundlage habe ich das Schnittmuster „Spitzentäschlein“ von Pattydoo verwendet. Für meinen Zweck habe ich es allerdings etwas angepasst: Statt des vorgesehenen Spitzenreißverschlusses habe ich einen ganz normalen Reißverschluss verwendet. Auf die Halterungsschlaufe habe ich ebenfalls verzichtet, weil sie für mich bei einem Federmäppchen keinen wirklichen Nutzen hat.

🌿 Stoff und Material

Beim Stoff war mir vor allem wichtig, dass das Federmäppchen einiges aushält. Schließlich wird es vermutlich häufiger mal herunterfallen, ziemlich vollgestopft sein und im Alltag auch nicht immer besonders vorsichtig behandelt werden.

Deshalb habe ich mich für einen robusten Canvasstoff entschieden. Der Stoff ist mit vielen kleinen Häusern bedruckt und gefällt mir gerade für dieses eher kleine Projekt sehr gut.

Für Innen- und Außenstoff habe ich denselben Canvas verwendet. Er ist stabil genug, damit das Federmäppchen seine Form behält, ohne dabei zu steif zu werden. Gleichzeitig ist er relativ unempfindlich und damit für diesen Zweck genau richtig.

🪡 Beim Nähen

Das Schnittmuster und die Anleitung waren für mich sehr leicht verständlich und das Projekt insgesamt schnell umzusetzen. Auf der Homepage gibt es außerdem verschiedene Möglichkeiten, das Schnittmuster anzupassen, durch die man gut geführt wird.

Die einzige Stelle, die für mich natürlich wieder etwas schwieriger war, war der Reißverschluss.

Aber das lag nicht an der Anleitung.

Reißverschlüsse und ich werden einfach keine Freunde.

Egal, bei welchem Nähprojekt einer auftaucht – wir haben jedes Mal unsere ganz eigene kleine Auseinandersetzung.

Ansonsten verlief das Nähen tatsächlich vollkommen unspektakulär. Keine Überraschungen, keine größeren Probleme und ausnahmsweise auch keine kreative Katastrophe.

🌙 Das fertige Federmäppchen

Besonders gut gefällt mir, dass der Stoff trotz der kleinen Fläche sehr schön zur Geltung kommt. Das Muster wirkt nicht überladen und durch den stabilen Canvas bleibt das Federmäppchen formstabil, ohne dass ich zusätzlich Vlieseline verwenden musste.

Durch meine Änderungen am Schnittmuster und die Wahl des Materials ist es am Ende genauso geworden, wie ich es mir vorgestellt hatte. Ich würde deshalb auch beim nächsten Mal wieder genau diese Variante nähen.

Und was habe ich aus diesem Projekt gelernt?

Eigentlich nur das, was ich schon vorher wusste: Ich mag keine Reißverschlüsse.

Trotzdem sind es gerade solche kleinen Projekte, die mir immer wieder zeigen, warum ich so gerne selbst nähe. Ich kann einen Schnitt anpassen, Materialien auswählen und am Ende etwas in den Händen halten, das genau so geworden ist, wie ich es haben wollte.

Mein neues Federmäppchen ist kein großes oder besonders aufwendiges Projekt. Aber es wird mich im Alltag begleiten – und genau das macht es für mich besonders.

Wo Stoff zu Halt wird. ☀️ Dies et Umbra